Hertha braucht Geld

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Bundesligist mit Liquiditätsbedarf - Inhaberschuldverschreibung von Hertha BSC

09.03.2005. Offensive Maßnahmen zur Finanzierung ergreift nunmehr auch der Bundesligist Hertha BSC Berlin. Die Hertha BSC KG mbH aA versandte unlängst Angebote zu Inhaberteilschuldverschreibungen von jeweils 100,00 Euro bei einer Verzinsung von anfänglich 5,34 % p.a. mit Laufzeit bis zum 01.12.2010. Besondere Vorteile laut Hertha BSC sind dabei die 100 %ige Rückzahlung am Ende der Laufzeit, eine attraktive Verzinsung und ein überschaubarer Anlagezeitraum.

Die “100-%ige” Rückzahlung hängt dabei von der Bonität des Unternehmens ab. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger überlegen, ob sie das Hertha-Papier zeichnen sollten. Denn Hertha BSC hat in dem Emissionsprospekt, den die Berliner Volksbank herausgegeben hat, mitteilen müssen, dass die Liquiditätslage mittelfristig angespannt sei. Um die aktuellen Lizenzauflagen zu erfüllen, hat Hertha sogar riskante Leasinggeschäfte und Signing Fees vereinbart. Ähnlich dem kurz vor der Insolvenz stehenden Sportclub Borussia Dortmund hat Hertha Logen, Skyboxen und Business-Seats für insgesamt 15 Mio Euro verkauft, nur um für die Nutzung des VIP Bereiches nunmehr bis 2010 Leasingraten zahlen zu müssen. Kurzfristigen Liquiditätsbedarf deckte Hertha ebenfalls über eine Vereinbarung mit dem Hauptsponsor Arcor, der bis 2006 ebenso wie der Ausrüster Nike bis 2009 Vertragspartner von Hertha ist. Da aber die Entgelte für diese Partnerschaft von Hertha BSC bereits in der Saison 2002 / 2003 in Höhe von 13,6 Mio Euro vereinnahmt wurden, fließt bis zum Ablauf dieser Verträge kaum noch weiteres Geld in den Verein. Es bleibt abzuwarten, wie Hertha seinen Kapitalbedarf in Zukunft decken will. Die Berliner Morgenpost brachte es am 05.03.2005 auf den Punkt: Zur Champions League verdammt.

Das Papier ist wohl nur etwas für wahre Hertha-Frösche..
 
 
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